Horizontales Wickeln von Verpackungen

Effizienter Produktschutz für nahezu alle Produkte & Güter

Lange, sperrige oder empfindliche Produkte stellen in der Intralogistik und beim Versand besondere Anforderungen an die Verpackung. Klassische Stretchwickler stoßen hier schnell an ihre Grenzen – insbesondere bei Profilen, Rohren, Leisten,Platten oder eine vielzahl an unterschiedlichen Ersatzteilen. Die Folge: unzureichender Schutz, hoher Materialverbrauch oder ineffiziente Prozesse.

Das Horizontalwickeln bietet hier eine leistungsstarke und wirtschaftliche Lösung zur sicheren Verpackung und Bündelung solcher Güter.

Was ist horizontales Wickeln und wie funktioniert es?

Beim horizontalen Wickeln wird das Packgut durch einen rotierenden Ring geführt, der Stretchfolie oder andere Verpackungsmaterialien spiralförmig um das Produkt legt. Im Gegensatz zum vertikalen Wickeln bleibt das Produkt dabei in horizontaler Lage und wird kontinuierlich durch die Maschine transportiert.

Typische Materialien:

  • Wellpappen
  • Wabenpappen
  • Stretchfolie (PE)
  • Luftpolsterfolie
  • Schaumfolien
  • Papier- oder Kombimaterialien

Technische Merkmale:

  • Automatische Anpassung an Produktgrößen & -längen
  • Regelbare Wickelspannung für empfindliche Güter
  • Integration in Fördertechnik möglich
  • Hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit (teilweise > 100 Produkte/Stunde)

 

Vorteile und Nutzen für Unternehmen

✅ Optimaler Produktschutz
Gleichmäßige Umwicklung schützt vor Kratzern, Feuchtigkeit und Transportschäden.

✅ Bedarfsgerechter Materialeinsatz
Durch eine auf das Packgut abgestimmte Folienstreckung, Wickelspannung und Anzahl der Wicklungen kann der Materialeinsatz an die erforderliche Schutzwirkung angepasst werden.

✅ Effizienzsteigerung in der Logistik
Automatisierte Prozesse reduzieren manuelle Arbeit und beschleunigen Durchlaufzeiten.

✅ Flexibilität für unterschiedliche Produktgeometrien
Ideal für lange, instabile oder unregelmäßige Güter.

✅ Verbesserte Transportsicherheit
Bündelung mehrerer Produkte zu stabilen Ladeeinheiten minimiert Schäden und Reklamationen.

Mehr Effizienz, weniger Schäden, bessere Prozesse

Jochen Gruner | © media.dot

Horizontales Wickeln ist eine effiziente Verpackungslösung für lange, sperrige oder unregelmäßig geformte Produkte. Je nach Anlage, Verpackungsmaterial und Prozessgestaltung kann die Technologie den manuellen Aufwand reduzieren, eine gleichmäßige Umwicklung ermöglichen und den Produktschutz während Lagerung und Transport unterstützen.

Durch die Abstimmung von Wickelspannung, Materialart und Anzahl der Wicklungen lässt sich der Materialeinsatz an das jeweilige Packgut und die erforderliche Schutzwirkung anpassen.

Jochen Gruner, Produktmanager

Typische Anwendungsbereiche

Horizontales Wickeln wird in zahlreichen Branchen eingesetzt, insbesondere bei:

  • Ersatzteil Versand
  • Medizinbranche
  • Automation
  • Mess- & Regeltechnik
  • Metall- und Stahlindustrie (Rohre, Profile, Stangen)
  • Holzverarbeitung (Leisten, Bretter, Paneele)
  • Kunststoffindustrie (Extrusionsprofile, Kunststoffrohre)
  • Fenster- und Türenfertigung
  • Logistik und Versandzentren (Langgutverpackung)

 

Praxis-Tipps zur optimalen Anwendung

Wickelspannung richtig einstellen
Zu hohe Spannung kann empfindliche Oberflächen beschädigen – zu niedrige mindert die Stabilität.
Material gezielt auswählen Je nach Produkt kann der Einsatz von Schutzlagen (z. B. Schaumfolie) sinnvoll sein.
Prozess automatisieren Die Integration in bestehende Förderanlagen reduziert manuelle Eingriffe und Fehlerquellen.
Regelmäßige Wartung der Anlage Sichert konstant hohe Qualität und vermeidet Stillstandszeiten.

 

Typische Fehler und wie Sie sie vermeiden

Fehler Lösung
Falsche Folienwahl Material an Produktanforderungen anpassen
Unzureichende Fixierung von Langgut Kombinierte Wickel- und Bündelstrategien einsetzen
Keine Abstimmung auf Transportbedingungen Anforderungen von Lagerung und Versand berücksichtigen (z. B. Witterung)

 

Kurz-Check: Ist horizontales Wickeln die richtige Lösung?

  • Werden lange oder sperrige Güter verpackt?
  • Besteht Schutzbedarf vor Kratzern oder Feuchtigkeit?
  • Soll der Verpackungsprozess automatisiert werden?
  • Besteht Optimierungspotenzial bei Materialeinsatz und Zeit?

Wenn Sie mehrere Punkte mit „Ja“ beantworten, lohnt sich der Einsatz einer Horizontalwickellösung.